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Johannes Grützke im Ephraim Palais Berlin

Johannes Grützke im Ephraim Palais Berlin

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Dies könnte sich aktuell besonders lohnen, denn im Ephraim Palais ist noch bis zum 17.2.13 die Retrospektive des Werks des Satirikers Johannes Grützke zu sehen.

Die aus sehr unterschiedlichen Quellen zusammen getragenen Werke Grützkes sind ein Beweis mehr, dass die Realität oft viel skurriler ist als jede Phantasie. Johannes Grützke ist ein genauer Beobachter, und bei manchen seiner Darstellungen stockt dem Betrachter der Atem. Die Darstellungen sind nicht bösartig, aber auf jeden Fall kritisch. Der Mensch in seiner ganzen Schwäche wird von Grützke in seinen Momentaufnahmen festgehalten.

Der alltägliche Wahnsinn

Grützke, der sich als von der Kunst Besessener outet, dessen Credo lautet: “Malen ist Trieb und Drang”, verfolgt den Weg, die Realität abzubilden. Gleichzeitig ist ihm jedoch bewusst, dass es “die Realität” nicht gibt, sondern nur den subjektiven Blick auf Gegenstände oder Menschen. Besonders Menschen sind für Grützke ein “Sujet”, das er immer wieder auslotet. Ob er Massendemonstrationen darstellt oder Menschen bei ihren banalen alltäglichen Verrichtungen zeigt, er wählt immer den Weg der Überhöhung. Aus Banalität wird sozusagen Prächtigkeit – dafür sorgt Grützke.

Die ganze Welt in seinem Spiegel

Das Ephraim Palais als solches ist schon einen Besuch wert, aber diese Ausstellung wird ganz sicher als ein Highlight des Winters 2012/2013 zu betrachten sein. “Die ganze Welt in Meinem Spiegel”, so der Titel, und in diesen Spiegel sollte man unbedingt schauen! Der Grützke`sche Blick erweckt ähnliche Gefühle wie der Blick auf Werke Otto Dix`: Wiedererkennen, wohliges Schaudern, Bewunderung für einen Künstler.

Weiterführende Informationen: http://www.stadtmuseum.de/index3.php?museum=ep

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