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Wolfgang Zelmer

Der 1948 geborene Münchener Künstler Wolfgang Zelmer ist für seine außergewöhnlichen Plastiken und Gemälde bekannt, für die er viele renommierte Kunstpreise erhielt. Sein Werk widmet sich vorrangig dem Thema Stillleben.

Zelmer studierte 1968-70 an der Hampstead School of Arts in London und zwischen 1971-72 an der Akademie Julian in Paris. Nach seinem Kunststudium war er bis 1982 als Studienreiseleiter aktiv, was ihm die Gelegenheit zu längeren Aufenthalten in Umbrien, Venetien und der Toskana gab. Italienische Landschaften inspirierten ihn zu vielen seiner Gemälde. In der Villa Barca in Ligurien richtete er sich ein Atelier ein. 2000 ließ sich Zelmer in Irland nieder. Er ist Gastdozent an der Kunstakademie von Reichenhall. Ausstellungen von Zelmers Werke waren seit Ende der 1970er Jahre in Paris, Berlin, Nizza, New York, Buenos Aires, Tokio, Nürnberg und London zu sehen.

Zelmer widmete sich überwiegend dem Genre des Stilllebens. Seit 1975 entstand sein Frühwerk in Form von Lithografien und Farbradierungen, die Gegenstände des Alltags, Anatomiestudien und architektonische Formen zeigen. 1986 ging Zelmer zur klassischen Stilllebenmalerei über und orientierte sich dabei an italienischen, japanischen und niederländischen Vorbildern. Seine Motive entnahm der Künstler aus der Tier- und Pflanzenwelt. Im Werk Zelmers verbindet sich eine durchdachte Komposition mit einer farbkräftigen Bildsprache. Thematisch steht in vielen Werken die Verhältnisbestimmung von Mensch und Natur im Vordergrund. Typisch für Zelmer ist des Weitern die Verwendung von alten Schriftstücken, Bildunterschriften und Konstruktionszeichnungen als Bildelemente.

Wolfgang Zelmer erhielt 1979 den Erdinger Kunstpreis, 1981 den zweiten Preis der Grafik Biennale in Tokio, 1982 den Preis für zeitgenössische Kunst von Monte Carlo und in demselben Jahr den Gold Award des Royal Museums Tokio.