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Walter Stöhrer

Walter Stöhrer, der am 15.01.1937 in Stuttgart geboren wurden war einer der Künstler, welche die Neue Figuration in Deutschland maßgeblich mit prägten. Nachdem seine Familie während seiner Kindheit auf Grund des 2. Weltkrieges im Raum des Schwarzwaldes mehrfach umziehen musste, wurde sie schließlich in Karlsruhe sesshaft. Schon früh hegte Stöhrer den Wunsch, Maler zu werden, absolvierte jedoch von 1952 bis 1954 zunächst eine Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker in einer Werbeagentur. Anschließend studierte er von 1956 bis 1959 an der Kunstakademie in Karlsruhe, wo er zunächst die Gebrauchsgrafik-Klasse und später die Klasse für freie Kunst belegte. Ab 1959 verlagerte Stöhrer seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin, wo er nach einer zunächst viersemestrigen Gastprofessur im Jahr 1986 eine ordentliche Professur erhielt. Bereits seit 1984 war Walter Stöhrer ein Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Er verstarb im Jahr 2000 in Scholderup bei Schleswig, wo er zuvor auch in vorlesungsfreien Zeiten gelebt hatte. Stöhrer schuf seine, zumeist großformatigen, Gemälde unbeeinflusst von zeitgenössischen Strömungen, wie beispielsweise Pop Art, in einer Auseinandersetzung mit dem abstrakten Expressionismus. Teile seiner Arbeit zeigen Elemente der Surrealismus, der Art Brut und der Figuration der COBRA-Kunst. Seine Werke wurden oft von den Grundfarben Rot, Gelb und Blau dominiert, wobei er des Öfteren auch große weiße Flächen des Malgrundes mit einband. Zu seinen bekanntesten Werken gehören unter anderem “Caspar”, “Porzellanhaut” und “Noch nicht”.