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René Carcan

Der belgische Künstler René Carcan wurde am 25. Mai 1925 in Saint-Josse-ten-Nodde, einer Gemeinde von Brüssel in Belgien, geboren und verstarb 1993 in Etterbeek, einer weiteren Gemeinde, die zu Brüssel gehört. Carcan arbeitete als Bildhauer und Druckgraphiker. Seine Ausbildung erhielt er an der Königlichen Kunstschule in Brüssel.

Carcan studierte unter den renommierten Künstlern Léon Devos, Jacques Maes und Johnny Friedländer. Bei letzterem befand er sich in den Jahren 1960 bis 1965 in der Lehre. Seine bildhauerischen Fähigkeiten erlernte er unter D. Jacobs. Carcan befasste sich mit Aquarellen, die eine sehr intensive, lebhafte Farbigkeit auszeichnet, er erstellte Lithographien und entwarf Schmuck. Seine Arbeiten sind größtenteils gegenständlich, selten abstrakt. Er arbeitete seit 1965 in Brüssel, wo sich sein Atelier befand. Letzteres wurde nach seinem Tod in ein Museum umgewandelt. Die Fondation René Carcan ist Stiftung und Museum zugleich, gezeigt werden Lithographien, Skulpturen und Schmuckstücke, die der Künstler entwarf. Das Museum befindet sich in der Rue Champ-de-Roi 122 in Etterbeek.

Carcan entwickelte einen künstlerischen Stil, der ihn immer wieder in der Nähe von Henri Matisse erscheinen ließ. Die grobe Einteilung seiner Bildflächen, die filigrane, leuchtende Farbigkeit und die Thematik seiner Werke suggestiveren einen direkten Vergleich mit dem französischen Künstler. Seine Bilder scheinen eine Vision direkt in eine konkrete Aussage zu überführen. Seine Art der Farbgebung zeigt einen starken Einfluss von Wassily Kandinsky und Paul Klee. Die Arbeiten von Carcan haben so poetische Titel wie Le chapiteau du ciel, Le hérisson du ciel und Le soleil pollison. Allerdings finden sich auch konkretere Arbeiten, die seine Auseinandersetzung mit dem kulturellen und wirtschaftlichen Leben seiner Zeit deutlich zeigen, beispielsweise Les robots und Réverbération du bonsaî.