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Rainer Hercks

Rainer Hercks wurde 1951 in Augsburg geboren. 2005 verstarb der Künstler nach langer Krankheit. Er hinterließ über 2000 Werke.

Rainer Hercks arbeitete mit verschiedenen Materialien und Techniken. Er fertigte Farbradierungen an, ebenso wie kleine Skulpturen aus Bronze. Die Stückzahl der Bronzen ist limitiert, sie wurden vom Künstler selbst gegossen. Besonders abwechslungsreich sind die Malereien von Rainer Hercks, für die er gerne Mischtechniken verwendete. Es kamen verschiedene Arten von Farben zum Einsatz, Öl- und Acrylfarbe, Wasserfarben und Plakafarben sowie Kohle und Bleistifte. Das kombinierte er mit unterschiedlichen strukturierenden Materialien wie Sand oder Textilien. Rainer Hercks fertigte nie Skizzen an, da er in seinen Werken die Spontanität erhalten wollte. Ihren Titel erhielten die Werke immer erst nach ihrer Vollendung.

Rainer Hercks Kunst ist assoziativ, sie ist geprägt von einer sehr humorvollen und oft auch sarkastischen Sicht auf die Welt. Seine Bilder sind bunt und märchenhaft, manchmal auch düster und nachdenklich. Die Grundlage für die Motive sind häufig Alltäglichkeiten und Wortspiele wie etwa der Wasserhahn (Radierung) oder der Elefantenarsch (Bronzeskulptur). Einige der Werke sind bitterböse und stechende Karikaturen.

In Rainer Hercks Werken sind einige Charakteristika zu erkennen, wie etwa der ungewöhnliche, häufige Einsatz von türkisenen Farbtönen bei Malereien und Radierungen. Hercks porträtierte gerne Clowns, mit denen sich ja allerhand Unfug treiben lässt, und hielt mit ihnen häufig der Gesellschaft einen Spiegel vor. Ebenso verwendete er Tiere als Motive, denen er sehr menschliche Eigenschaften zuschrieb, die er überzeichnete. Auch das Thema des technischen Fortschritts griff er häufig auf und beschrieb ihn düster, verfremdend und unfreiwillig komisch.