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Paul Wunderlich

Paul Wunderlich, geboren 1927 in Eberswalde, war ein deutscher Maler, Grafiker, Zeichner und Bildhauer. Bekannt wurde er für seine Werke im neosurrealistischen Stil, die vorwiegend erotische Darstellungen aus verschiedenen Mythologien zeigen.

Nach Kriegsdienst und -gefangenschaft absolvierte Wunderlich sein Abitur und lernte danach an der Schlosskunstschule in Eutin. Von 1947 bis 1951 studierte er mit Unterbrechungen an der Hamburger Kunstschule. Er arbeitete an der Hamburger Hochschule für bildende Künste als Lehrer für Drucktechniken wie Lithografie und Radierung. Nach einem längeren Aufenthalt in Paris war er von 1963 bis 1968 Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Anschließend lebte er als freischaffender Künstler in Hamburg und Saint-Pierre-de-Vassols in Frankreich, wo er 2010 starb.

Paul Wunderlich schuf zunächst realistisch geprägte Werke, bis er Ende der 1950er Jahre zu seinem eigenen neusurrealistischen Stil fand. Seine Arbeiten sind u. a. von Salvador Dali inspiriert, sie weisen auch Elemente anderer Kunstrichtungen wie Jugendstil oder Art Decò auf. Sein Werk umfasst Druckgrafik, Malerei und Skulpturen. Schon zu seinen Lebzeiten waren die Arbeiten Wunderlichs in renommierten Galerien vieler Länder zu sehen, z. B. 1968 im Badischen Kunstverein Karlsruhe und 1972 in der Galerie Berggruen in Paris. Im Sommer 2012 zeigte die Hamburger Kunsthalle eine Ausstellung mit Lithografien von Paul Wunderlich. 2007 wurde in seiner Heimatstadt Eberswalde das Paul-Wunderlich-Haus eröffnet, welches eine ständige Ausstellung des Künstlers beherbergt. Auch im Landesmuseum Schleswig-Holstein sind einige seiner Werke zu sehen. Wunderlich wurde mit zahlreichen Kunstpreisen geehrt, er erhielt u. a. 1965 den Edwin-Scharff-Preis Hamburg und 1986 den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein.