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Ben Willikens

Ben Willikens ist ein deutscher Maler. Er wurde am 21. Juni 1939 in Leipzig geboren. Nach dem Krieg verließen seine Eltern die Sowjetische Besatzungszone und fingen ein neues Leben in Westdeutschland an. Der begabte Sohn studierte zunächst Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Hamburg, wurde jedoch nicht so recht glücklich mit dieser Wahl. Er wechselte 1962 an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Sein dortiger Lehrer war der deutsche Künstler Heinz Trökes. Nach Beendigung seines Studiums erhielt Ben Willikens zahlreiche Stipendien, die ihn u.a. nach London, in die Florentiner Villa Romana und die Villa Massimo in Rom führten. Eine ernsthafte, im Jahre 1969 durchgemachte, Krankheit verarbeitete der Künstler in einer Reihe von Acrylbildern, die ihn schließlich bekannt machten.

1977 erfolgt die Veröffentlichung seines berühmtesten Werkes. Willikens nahm sich das “Letzte Abendmahl” von Leonardo da Vinci zum Vorbild und tilgte alle menschlichen Spuren daraus. Zu sehen ist ein kahler Raum, der von einem großen, mit einem weißen Tuch bedeckten, Metalltisch dominiert wird. Das Bild ist, typisch für alle Kompositionen des Malers, in Grautönen gehalten.

Ebenfalls 1977 wurde Willikens als Professor für Malerei an die Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim berufen, 1982 folgte der Ruf an die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. 1991 schließlich wurde Willikens Professor für Malerei und Grafik an der renommierten Akademie der Bildenden Künste in München, wo er von 1999 bis 2004 auch den Posten eines Rektors innehatte.

Heute lebt und arbeitet Ben Willikens in Stuttgart und München. Neben seiner künstlerischen Betätigung als Maler gestaltet er zudem Bühnenbilder für verschiedene Opernhäuser in Deutschland.