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A. R. Penck

Biografie

A. R. Penck (bürgerlich: Ralf Winkler) ist ein in Dresden geborener (*05.10.1939) Künstler, dessen Werk sowohl die Malerei, als auch die Grafik und bildhauerisch Plastik umfasst. Nach seiner mehrmaligen Ablehnung an den Hochschulen für Bildende Künste in Dresden und Berlin arbeitete Winkler, dessen Künstlername vom Eiszeitforscher und Geologen Albrecht Penck stammt, zunächst nebenberuflich an seinen Werken und finanzierte seine künstlerische Tätigkeit durch zahlreiche Aushilfstätigkeiten in der damaligen DDR. Winkler wurde 1971 Mitglied der Künstlergruppe Lücke und erhielt 1975 den Will-Grohmann Preis von der Westberliner Akademie der Künste. Durch seine Freundschaft mit dem westdeutschen Maler Jörg Immendorff und dem gemeinsamen Werk, welches für die Abschaffung der innerdeutschen Grenze und eine Amnestie für Dissidenten plädierte, geriet A. R. Penck zunehmend unter den Druck staatlicher Organe, was zu mehren Beschlagnahmungen und Kontrollen führte. Winkler siedelte daraufhin im Jahr 1980 in die Bundesrepublik über und wurde 1988 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Penck lebt und arbeitet seit der Emeritierung im Jahr 2003 in Dublin (Irland).

Werk

Das Werk A. R. Pencks ist in seinen Grundzügen durch eine einfache und beinahe archaische Grundstruktur geprägt. So bestehen seine Gemälde oftmals nur aus minimalistischen Formen, mit denen der Künstler eine sofortige Durchsichtigkeit und Luzidität seines Werkes, ähnlich der Wirkung eines Verkehrs- oder Warnzeichens, bewirken will. In den 1970er erschuf Penck so seine “Standart-Bilder”, in denen sich vor allem diese typische Stilrichtung auffinden lässt. Seine Figuren bestehen dabei oftmals nur aus einzelnen Strichen, die zu einer Art Strichmännchen komponiert und durch Bildzeichen ergänzt werden. Kunsthistorisch gesehen greift Winkler damit vor allem auf die vorzeitliche Höhlenmalerei, Graffiti-Art, sowie die asiatische Kalligrafie zurück und prägt damit eine entscheidende Stilrichtung der deutsch-deutschen Kunstgeschichte.