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Gemälde

Das Wort Gemälde entstammt aus dem Mittelhochdeutsch gemælde oder aus dem Althochdeutsch gimâlidi. Auf dem Träger kann beispielsweise ein Bild aufgebracht sein. Als Träger dienen unter anderem eine Leinwand oder Papier. Die Bezeichnung Gemälde war bis ins frühe 16. Jahrhundert allgemeiner ausgelegt als heute. So können Darstellungen auch auf Münzen oder Kupferstichen angebracht sein. Aus geschichtlichen Gliederungen zufolge, kommt nach dem Altertum und Mittelalter die Neuzeit. Die Wende zwischen dem 15. Zum 16. Jahrhundert leitete die dritte historische Großepoche ein und diese reicht bis in die Gegenwart. Als große epochale Ereignisse zählen z. B. die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahre 1453, die Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 oder die Reformation Martin Luthers im Jahre 1517.

Durch die rasche Verbreitung der Ölmalerei im 15. und 16. Jahrhundert veränderte sich auch die Vorstellung von einem Gemälde. Die Bilder wurden durch malerische Techniken zu einem Kunstwerk erhoben. Maßgeblich für diese Änderungen war der flämische Maler Jan van Eyck (1390-1441). Bis heute gilt er als der berühmteste Vertreter der naturalistischen Kunstepoche. Aufgrund seiner vollendeten Techniken wurde er auch als “König unter den Malern” bezeichnet.

Nach heutigem Stand definiert sich ein Gemälde, indem die Farben vor dem Auftragen gemischt werden. Die Pastellmalerei oder die Pastellzeichnung gilt dabei als Ausnahme. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Malerei und Zeichnung gemischt verwendet. Als Beispiel kann genannt werden, das wenn Kinder “malen” sie eigentlich “zeichnen”. Um ein Gemälde zu “erstellen” bedarf es dreier Voraussetzungen. Zunächst wird ein Bildträger benötigt. Die Bildträger können aus lange gelagertem Holz, einer Leinwand oder Papier bestehen und werden oft mit Kreide grundiert. Die zweite Komponente stellt der Farbstoff dar. Der Farbstoff wird aus Naturprodukten, wie beispielsweise Pflanzen oder Halbedelsteinen gewonnen. Die dritte Komponente, die für die “Erstellung eines Gemäldes” nötig ist, sind Bindemittel wie Terpentinöl oder Knochenleim, die einen dauerhaften Halt der Farbe gewährleisten.

Mit den heutigen preiswerteren synthetischen Farben können Gemälde auch industriell gefertigt werden. Dies ist eine künstliche Revolution, die mit der Malerei des Impressionismus verglichen werden kann. Das Wort Impressionismus entstammt aus dem Lateinischen “impresso” und bedeutet Eindruck. Der Impressionismus stellt eine Stilrichtung in der Kunstgeschichte dar und entstand in Frankreich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bis ins 15. Jahrhundert zurückreichend, handelte es sich beim Malen um das Können handwerklicher Traditionen. In der heutigen Zeit übernimmt nun zunehmend die Fotografie die Aufgaben des Mediums Malen. Als Auftragsmalerei gelten Ölgemälde oder Wandmalereien, die in Königs- oder Fürstenhäuser, sowie Kirchen in Auftrag gaben, um die Kunst als Propagandazwecken einzusetzen. Adlige und vermögende Bürger kehrten damit ihren gesellschaftlichen Status heraus. Dieses führte in jüngster Zeit dazu, dass wieder vermehrt die Auftragsmalerei aufgrund von Fotovorlagen ausgeführt wird. Daraus ergibt sich, dass im heutigen Sprachgebrauch anstelle von Gemälde der Begriff Malerei verwendet wird, infolgedessen wird heute von Kunstwerken der Neuzeit gesprochen. Der Wert eines Kunstwerkes ist sehr schwer zu beziffern, Preise von 100.000 USD sind keine Seltenheit. Die Liste der teuersten Gemälde umfasst derzeit 40 Gemälde, für die ein Betrag von mehr als 35 Millionen USD bezahlt wurde. Der erste Verkauf auf dieser Liste datiert sich auf das Jahr 1987 zurück und erreichte damals die Rekordsumme von 40 Millionen USD für ein Sonnenblumenbild von Vincent van Gogh. Mitte der 80er Jahre erreichten Gemälde der Alten Meister, der französischen Impressionisten Aufsehen erregende Preise. Die Bereitschaft zur Zahlung von Rekordsummen gipfelte 1990 als der Japaner Saito Rvoei bei Christie’s 82 Millionen USD für einen Renoir “Tanz im Moulin de la Galette, bezahlte.

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